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Wir freuen uns, das Portal http://www.yasunidos.org präsentieren zu können, auf dem wir über die verschiedenen landesweiten und internationalen Aktivitäten zur Verteidigung des Yasuní informieren, Vorschläge unterbreiten und gemeinsam reflektieren wollen.

Denn zusammen sind wir stark!

Wir sind viele und wir sind verschieden, aber wir haben etwas Kraftvolles, das uns vereint: Das Bewusstsein, dass wir uns in einem historischen Moment befinden, in dem wir etwas jenseits des derzeitigen Gesellschaftsmodells erdenken und erschaffen können.

Wir, die YASunidos-Bewegung, haben uns zusammengeschlossen als Antwort der Zivilgesellschaft auf die Aufkündigung der Yasuni-ITT-Initiative seitens der ecuadorianischen Regierung und ihrem Vorhaben, das Naturreservat mit der größten Biodiversität der Welt und Heimat eines der letzten in freiwilliger Isolation lebenden Naturvölker, auszubeuten.

Wir verstehen uns als eine absolut friedliche, parteiunabhängige Bewegung, die sich für den Schutz des Lebens, der Menschenrechte, der Achtung der ecuadorianischen Verfassung und den Erhalt des Weltnaturerbes einsetzt.

Wir sprechen uns für andere ökonomische Alternativen als die Ausbeutung der ITT-Ölfelder zur Entwicklung unseres Landes aus. Daher fordern wir die Politik – insbesondere das ecuadorianische Parlament – auf, seiner historischen Verantwortung gerecht zu werden und sich dafür stark zu machen, das Öl im Boden zu belassen. Da es sich hier um ein Thema von nationalem Interesse handelt, mit dem wir Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer uns bereits seit über sechs Jahren beschäftigen, streben wir andernfalls ein Referendum als Ausdruck partizipativer, verantwortlicher Demokratie an.

Wir betonen mit Nachdruck, dass wir jeden Versuch entschieden zurückweisen, uns als Destabilisatoren des gegenwärtigen Regimes erscheinen zu lassen. Wir laden herzlich dazu ein, an unseren öffentlichen Aktivitäten teilzunehmen, die den konstruktiven Charakter unserer Arbeit unterstreichen, der essentiell für eine gerechte und starke Demokratie ist.

Aus unserer Sicht sollte die Initiative, das Öl des ITT auf unbestimmte Zeit im Boden zu belassen, nicht von den Launen der internationalen Gemeinschaft oder einer Regierung abhängen, die diese einseitig aufkündigte, ohne eine ernsthafte öffentliche Debatte über mögliche Alternativen zur Ölausbeutung und über den Schutz des ITT-Gebiets zuzulassen.

Wir YASunidos fordern, dass die Rechte der in freiwilliger Isolation lebenden Völker gemäß Art. 57 der ecuadorianischen Verfassung eingehalten werden. Wir lassen nicht zu, dass unser Naturerbe geopfert wird und fordern stattdessen Nach-Öl-Alternativen. Wir verlangen außerdem einen ehrlichen und transparenten Diskurs über unser Wirtschaftssystem und unsere Energiematrix. Zudem erwarten wir von der Regierung, dass wir unserem Missmut durch legitime Proteste Ausdruck verleihen können, ohne Repressionen zu erleiden und ohne kriminalisiert zu werden.

Für uns alle ist das Ziel, das Erdöl des ITT im Boden zu belassen, so lebendig wie nie zuvor. Die Kreativität und die Entschiedenheit der Bürgerinnen und Bürger auf den Straßen, die sich ihrer Stimme Gehör verschaffen wollen, verdeutlichen den Wunsch, das Thema breit zu diskutieren und die verschiedenen Argumente auszutauschen, ohne Verwirrung stiftende Informationen und illegitime Regierungspropaganda.

Es steht außer Frage, dass die Armut bekämpft und die Bildungssituation verbessert werden muss, aber wir glauben nicht, dass die Ausbeutung des Yasuní ein Weg dafür ist. Es existiert eine Fülle an Reichtum in diesem Land, aber dieser ist sehr ungleich verteilt. Während beispielsweise die Profitrate der finanzstärksten Gruppen des Landes in den letzten Jahren gestiegen ist, wurde die Umsatzsteuer gesenkt. Wenn wir die Einkommenssteuer um 1.5% erhöhen würden, erhielten wir  innerhalb desselben Zeitraums, der für die Ausbeutung des ITT vorgesehen ist, nämlich 22 Jahre, mehr als 50 Billionen Dollar.

Ebenso wie die Yasuní-ITT-Initiative, plädieren wir für die Suche nach Alternativen und schlagen einen couragierten Bruch mit den bisherigen Schemata vor, kurz: eine soziale Revolution, die den bestehenden Energiekonsum in Frage stellt und die das Gemeinwohl, entsprechend des Konzepts vom Guten Leben (Buen Vivir), Priorität einräumt.

Wir sind uns darüber im Klaren, dass mehr als eine Person versuchen wird, diese Plattform zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen. Deswegen ist uns wichtig, deutlich zu machen, dass wir für das Leben und für Alternativen zum Extraktivismus-Modell kämpfen. Wir sind Teil einer nicht nur städtischen Bürger- und Bürgerinnenschaft, die sich über die desaströsen Auswirkungen der Ölförderung auf die Natur, die Menschen und die Wirtschaft bewusst ist.

Wir sind der festen Überzeugung, dass dies der Moment ist, die Debatte auf die Straße zu tragen und jeden und jede daran teilhaben zu lassen. Wir streben die Überwindung der uns aufgezwungenen Ölabhängigkeit an, die die globale Erderwärmung und die Zerstörung der Umwelt verstärkt, das Leben der in freiwilliger Isolation lebenden Völker riskiert und nicht nur die Zukunft der Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer gefährdet, sondern die der Menschheit an sich.

Deshalb laden wir jede und jeden ein, die/der sich Teil dieses Landes fühlt, diesen Fleck Erde liebt, die/der helfen und etwas beitragen will, sich unserer Bewegung anzuschließen und mit uns gemeinsam, als YASunidos, eine bessere Zukunft aufzubauen. …wie wir Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer zu sagen pflegen:

Ja, wir schaffen das!!!

YASunidos für das Leben.

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